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Krankenhäuser fordern Einbindung in Digitalstrategie

  • kgsh
  • vor 10 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

[DKG - Berlin, Mittwoch, 11.02.2026]




DKG zu den Plänen des Bundesgesundheitsministeriums


Zur heute von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken vorgestellten „Digitalstrategie für das Gesundheitswesen und die Pflege“ erklärt Prof. Dr. Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG:


Die Deutsche Krankenhausgesellschaft begrüßt die Digitalstrategie des Bundesgesundheitsministeriums und die geplante regelmäßige Fortschreibung. Wir gehen nun in die fachliche Prüfung der angekündigten Maßnahmen. Wir fordern, die Krankenhäuser verbindlich und kontinuierlich in die Umsetzung der Digitalstrategie einzubinden. Die krankenhausspezifischen Lücken der Vergangenheit – insbesondere bei der ePA – sind hier eine Warnung. Positiv ist, dass die Strategie mehr Verbindlichkeit und klarere Durchgriffsrechte für die Gematik in Aussicht stellt – das hat das Potenzial, Standards, Interoperabilität und Verbindlichkeit in der Umsetzung spürbar zu verbessern. Trotz angekündigter Einspareffekte und absehbarer Investitionsbedarfe enthält die Strategie keinerlei Aussagen zur Finanzierung, was die Planungssicherheit der Einrichtungen erheblich beeinträchtigt. Entscheidend ist zudem, dass Lösungen entlang der realen Workflows im Gesundheitswesen entwickelt werden. Nur dann entstehen echte Mehrwerte und Entlastung im Alltag. Nur so kann Personal wirksam entlastet werden, statt zusätzliche Dokumentations- und Schnittstellenaufwände zu erzeugen. Besonders in der Notfallversorgung muss Digitalisierung für alle funktionieren: Da nicht alle Patientinnen und Patienten über eine ePA verfügen, brauchen wir verlässliche, praxistaugliche Lösungen für Identifikation, Zugriff und Informationsweitergabe – sektorenübergreifend und rund um die Uhr.


Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft e. V.

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