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Zuckersteuer muss der Prävention dienen, nicht dem Stopfen von Haushaltslöchern

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[DKG - Berlin, Dienstag, 25.08.2026]




DKG zu den Plänen des Finanzministers


Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisiert die am Dienstag bekanntgewordenen Pläne von Bundesfinanzminister Klingbeil, die Zuckersteuer auch auf zuckerfreie bzw. süßstoffhaltige Getränke zu erheben und die Einnahmen nicht zweckgebunden für die Gesundheitsversorgung einzusetzen. Damit konterkariert die Steuer jeden präventiven Ansatz und wird zur reinen Getränkesteuer ohne Lenkungsform. Im Mittelpunkt steht nicht mehr, schädlichen Zuckerkonsum zu reduzieren, sondern die Haushaltslöcher zu stopfen. Die DKG fordert den Finanzminister auf, sofort von diesen Plänen Abstand zu nehmen. Dazu erklärt der Vorstandsvorsitzende der DKG, Dr. Gerald Gaß:


Setzen sich die Pläne des Finanzministers durch, ist die Lenkungsfunktion der Zuckersteuer mit ihrer Einführung bereits Geschichte. Zu hoher Zuckerkonsum ist eine der Hauptursachen für die vergleichsweise schlechten Gesundheitsdaten in Deutschland, und durch zuckerhaltige Softdrinks und Säfte nehmen die Konsumenten besonders schnell besonders hohe Zuckermengen zu sich. Eine Zuckersteuer auf Getränke hätte hier eine hervorragende Lenkungsfunktion, indem sie zuckerhaltige Getränke gegenüber zuckerfreien spürbar verteuert. Das Vereinigte Königreich zeigt, wie eine simple Zuckersteuer den Zuckerkonsum deutlich senken konnte. Durch den einfachen Marktmechanismus der Verteuerung finden sich dort kaum noch stark zuckerhaltige Softdrinks in den Regalen. Minister Klingbeil ist die präventive Funktion einer Zuckersteuer offenbar egal. Seine Pläne bedeuten keine Zuckersteuer, sondern eine reine Getränkesteuer, die lediglich die Steuerkasse füllen soll. Damit ignoriert er nicht nur die großen gesundheitlichen Probleme, die zuckergesüßte Getränke verursachen, er untergräbt auch weiteres Vertrauen in Staat und Politik. Denn mit seinen Plänen bestätigt er die Behauptungen, die Politik suche lediglich weitere Möglichkeiten, die Menschen zur Kasse zu bitten. Wir appellieren an die Bundesregierung, diese schädlichen Pläne zu stoppen. Das Vereinigte Königreich gibt uns eine hervorragende Blaupause für eine Zuckersteuer: Verteuern Sie zuckergesüßte Getränke, damit die Menschen auf preiswertere und gesündere Alternativen zurückgreifen und lassen Sie die Einnahmen der Gesundheitsversorgung zukommen.



Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft e. V.

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