Kliniken begrüßen Schnellverfahren gegen Gewalttäter
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[DKG - Berlin, Montag, 24.08.2026]
DKG zum Vorstoß des Gesundheitsministers
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) begrüßt den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann, Gewalttaten gegenüber Krankenhauspersonal künftig in Schnellverfahren zu ahnden. Dazu erklärt der Vorstandsvorsitzende der DKG Dr. Gerald Gaß:
„Die Krankenhäuser registrieren seit Jahren zunehmende Übergriffe und mehr Gewalt gegen ihre Beschäftigten. Der Vorstoß des Gesundheitsministers, die Täter künftig schneller zu bestrafen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Beschäftigten der Kliniken resignieren heute viel zu oft und verzichten nach Übergriffen häufig gleich auf Anzeigen, da sie langwierige Bürokratie befürchten, die doch nur zu überlangen oder gleich eingestellten Verfahren führt. Straftäter müssen einen zeitlichen Zusammenhang zwischen ihrer Tat und der Verurteilung spüren. Wir unterstützen Minister Linnemann daher bei seinem Kurs. Allerdings müssen Gewalttaten auch spürbare Konsequenzen haben. Wenn Schnellverfahren wieder nur selbst bei Wiederholungstätern zu Bewährungs- oder geringen Geldstrafen führen, frustriert das die Betroffenen der Gewalt zusätzlich. Aber nicht zuletzt ist Gewalt im Krankenhaus nur Ausdruck einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung. Die Lösung dieses Problems liegt außerhalb der Kliniken.“
Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft e. V.


