Weiter wirtschaftlich angespannte Situation

[KGSH-Pressemitteilung 003/2021 - Kiel, 31.08.2021]




Vorstand der Krankenhausgesellschaft beriet zur Lage der Kliniken


In seiner gestrigen Sitzung hat sich der Vorstand der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein e.V. (KGSH) über die Lage der Kliniken im nördlichsten Bundesland ausgetauscht. Aufgrund der weiter laufenden Pandemie können die Kliniken nach wie vor nur mit Einschränkungen arbeiten, so die Einschätzung der Verantwortlichen aus den verschiedenen Einrichtungen.


Gemeinsam appellieren die Vorstandsmitglieder aus der Pflege, der Ärzteschaft und den Geschäftsführungen an die Politik, bestehende Hilfsinstrumente zu verbessern oder deren Laufzeit über das Jahresende hinaus zu verlängern. "Im Mittelpunkt steht dabei der sogenannte Ganzjahresausgleich für das Jahr 2021, danach werden zwar Erlösverluste der Kliniken teilweise ausgeglichen, dies gilt aber nur bis zu einer Höhe von 98 Prozent des Niveaus 2019. Die Krankenhäuser bleiben damit auf Kosten in Millionenhöhe bei einem Schwerpunktkrankenhaus sitzen", erläutert KGSH-Geschäftsführer Patrick Reimund. Sollte auch noch die zur Zeit geltende verkürzte Zahlungsfrist von fünf Tagen für von Krankenhäusern erbrachte und in Rechnung gestellte Leistungen wie geplant zum Jahresende auslaufen, würde dies die Liquidität der Hospitäler erheblich beeinträchtigen. Der Vorstand der KGSH fordert daher, diese Regelung weiter zu verlängern. „Hiermit wollen wir verdeutlichen, in welch angespannter Lage viele Krankenhäuser aktuell sind und wie dringend notwendig zumindest die Sicherung der Liquidität der Kliniken ist“, erklärt Reimund abschließend.


Außerdem haben sich die Vorstandsmitglieder dafür ausgesprochen, die verbleibende Zeit bis zu den Bundestagswahlen dafür zu nutzen, Kandidaten aus den jeweiligen Wahlkreisen in die Krankenhäuser einzuladen, um mit ihnen die „Positionen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG)“, dem Dachverband der KGSH, zu diskutieren. Flankiert werden soll diese Aktion mit den Plakatmotiven der DKG-Kampagne „FAiR – Diskutieren, entscheiden, handeln“ ( http://www.dkgev.de/fair ).


Positionen der DKG:


https://www.dkgev.de/fileadmin/default/Mediapool/1_DKG/1.6_Positionen/DKG_Positionspapier_2021.pdf

 

Ulrike Petersen

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