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Reformen müssen Personalaufwuchs nachhaltig sichern

  • kgsh
  • vor 11 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

[DKG - Berlin, Mittwoch, 28.01.2026]




DKG zu den Beschäftigtenzahlen aus dem Statistischen Bundesamt


Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht die neuesten Daten des Statistischen Bundesamts zu den Beschäftigtenzahlen im Gesundheitswesen als positives Zeichen für die Bekämpfung des Fachkräftemangels, mahnt aber Reformen an, um nachhaltig Personal aufbauen und um deren Arbeitskraft im Sinne der Patientinnen und Patienten einsetzen zu können. Dazu erklärt die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG Prof. Dr. Henriette Neumeyer:


6,2 Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen, 102.000 mehr als im Vorjahr und damit erstmals seit der Pandemie ein Zuwachs von mehr als einem Prozent. Das sind gute Nachrichten für die Patientinnen und Patienten in Deutschland. Und im Besonderen sind es gute Nachrichten für diejenigen, die Hilfe in Krankenhäusern suchen oder dort arbeiten, denn der Zuwachs fand vor allem im (teil-)stationären Sektor statt. Doch damit ist der Fachkräftemangel noch lange nicht gelöst und bleibt die große Herausforderung im Gesundheitswesen. Doch Lohn- und Stellenzuwächse, wie insbesondere in den vergangenen Jahren in der Pflege sichtbar geworden, reichen nicht aus. Die Krankenhäuser arbeiten daran, immer bessere Arbeitgeber zu werden, flexible Arbeitsmodelle zu entwickeln, Familie und Beruf zu vereinbaren und vieles mehr. Jetzt muss auch die Politik handeln. An erster Stelle muss der konsequente Bürokratieabbau stehen. Rund drei Stunden müssen ärztliche und pflegerische Beschäftigte jeden Tag mit Bürokratie zubringen. Ein Großteil davon ist keine medizinisch oder pflegerisch sinnvolle Dokumentation, sondern besteht aus Mehrfachmeldungen, Misstrauensbürokratie und Datenerfassung für die Ablage. 66.300 Vollzeitkräfte im ärztlichen und 137.000 im pflegerischen Dienst sind in Deutschland rechnerisch ausschließlich in Vollzeit mit Bürokratie beschäftigt. In anderen Worten: nur eine Stunde weniger Bürokratie täglich befreit die Arbeitszeit von rund 22.000 Ärztinnen und Ärzten und von mehr als 45.000 Vollzeit-Pflegekräften. Der Fachkräftemangel wäre mit einem Schlag gemindert. Wir haben der Politik 55 konkrete Vorschläge unterbreitet, an welchen Stellen sie zur Entbürokratisierung ansetzen kann. Wir erwarten, dass es in dieser Legislaturperiode nun schnell zu spürbaren Entlastungen der Beschäftigten kommt, so dass diese wieder ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen können. Nur das kommt am Ende spürbar in der Versorgung bei den Patientinnen und Patienten an.


Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft e. V.

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