Herzoperation ohne Durchtrennung des Brustbeins
- vor 3 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
[Mitglieder-Bericht 102/2026, Bad Segeberg, Montag, 10.08.2026]

Neue Maßstäbe in der Herzchirurgie der Segeberger Kliniken
Das Herz- und Gefäßzentrum der Segeberger Kliniken setzt seinen Innovationskurs konsequent fort. Erstmals wurde ein Aortenklappenersatz minimal-invasiv über einen nur etwa sechs Zentimeter langen Schnitt zwischen den Rippen durchgeführt – ganz ohne Durchtrennung des Brustbeins. Mit diesem Eingriff gehören die Segeberger Kliniken zu den wenigen herzchirurgischen Zentren in Deutschland, die dieses besonders schonende Operationsverfahren anbieten.
Schonender Eingriff ohne Durchtrennung des Brustbeins
Der Aortenklappenersatz zählt zu den häufigsten herzchirurgischen Operationen. In vielen Kliniken erfolgt der Eingriff weiterhin über eine vollständige Eröffnung des Brustkorbs durch eine komplette oder partielle Durchtrennung des Brustbeins (Sternotomie).
Mit dem jetzt erstmals erfolgreich durchgeführten Eingriff konnte auf die teilweise Durchtrennung des Brustbeins vollständig verzichtet werden. Der Zugang erfolgte über einen kleinen Schnitt zwischen der dritten und vierten Rippe auf der rechten Brustkorbseite. Weder Knochen noch Rippen mussten dabei durchtrennt werden.
„Mit diesem Verfahren können wir unseren Patientinnen und Patienten eine noch schonendere Operation anbieten. Da das Brustbein vollständig intakt bleibt, entfallen die Schmerzen und Einschränkungen, die mit der Heilung eines durchtrennten Knochens verbunden sind. Die Patientinnen und Patienten sind deutlich schneller wieder mobil und profitieren von einer insgesamt schnelleren Genesung“, erklärt Prof. Dr. med. Stefan Klotz, Chefarzt der Herzchirurgie am Herz- und Gefäßzentrum der Segeberger Kliniken.
Mehr Lebensqualität nach der Operation
Neben der hohen medizinischen Sicherheit bietet das minimal-invasive Verfahren zahlreiche Vorteile für die Betroffenen. Die geringere operative Belastung kann zu weniger Schmerzen, einer früheren Mobilisation und einer schnelleren Rückkehr in den Alltag beitragen. Gleichzeitig bleibt die Stabilität des Brustkorbs vollständig erhalten.
„Minimal-invasive Herzchirurgie bedeutet weit mehr als einen kleinen Hautschnitt. Unser Ziel ist es, das operative Trauma so gering wie möglich zu halten, ohne Kompromisse bei der Qualität und Sicherheit des Eingriffs einzugehen. Jeder Schritt, den wir für unsere Patientinnen und Patienten schonender gestalten können, verbessert ihre Erholung und Lebensqualität“, so Prof. Klotz.
Herzchirurgie auf höchstem Niveau
Die Einführung des neuen Operationsverfahrens ist Teil der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Herz- und Gefäßzentrums in Bad Segeberg. Das Team verfügt bereits heute über ein außergewöhnlich breites Spektrum minimal-invasiver Operationsverfahren an Herzklappen und Herzkranzgefäßen. Mit dem nun etablierten seitlichen Zugang zum Aortenklappenersatz wird dieses Angebot konsequent erweitert.
„Innovationen entstehen nicht zufällig. Sie sind das Ergebnis eines hochqualifizierten Teams, intensiver Vorbereitung und des Anspruchs, moderne Spitzenmedizin in Schleswig-Holstein anzubieten. Dass wir dieses Verfahren jetzt erfolgreich etablieren konnten, ist eine großartige Teamleistung und ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung unserer Herzchirurgie“, betont Prof. Klotz.
Prof. Dr. med. Holger Nef, Chefarzt und Klinikdirektor des Herz- und Gefäßzentrums der Segeberger Kliniken betont: „Die Einführung dieses innovativen Operationsverfahrens zeigt eindrucksvoll, wie sich unser Herz- und Gefäßzentrum kontinuierlich weiterentwickelt. Gemeinsam investieren wir in modernste Medizintechnik, neue Behandlungsmethoden und die enge Zusammenarbeit unserer Fachbereiche. Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das Zugang zu einer Herzmedizin, die sich an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert und gleichzeitig höchsten Wert auf Sicherheit, Qualität und Lebensqualität legt. Dass wir zu den wenigen Zentren in Deutschland gehören, die diesen Eingriff anbieten, unterstreicht unseren Anspruch, Spitzenmedizin in Schleswig-Holstein aktiv mitzugestalten.“
Quelle: Pressemitteilung Krankenhaus



