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Zukunft der psychiatrischen Versorgung in Nordfriesland gesichert

vor 8 Minuten
2 Min. Lesezeit

[Mitglieder-Bericht 131/2026, Breklum, Montag, 19.10.2026]


(1) Die Zentrale der DIAKO Nordfriesland in Breklum (2) Torben Jürgensen, Geschäftsführer der DIAKO Nordfriesland (3) Das vierköpfige RIMO-Team (v.l.: Jörg Thiel, Michael Rössner, Marion Rausche und Gonne Peikert, Fachpflegekräfte der DIAKO) (4) Dr. Güde Nickelsen, Chefärztin der DIAKO Fachklinik für Psychiatrie, Psychosomatik & Psychotherapie in Breklum-Riddorf (Fotos: DIAKO Nordfriesland gGmbH)



DIAKO Nordfriesland und Kostenträger verlängern das Regionale Psychiatriebudget für zehn Jahre


Noch letztes Jahr stand es auf der Kippe – das Regionale Psychiatriebudget in Nordfriesland, jetzt wurde ein neuer Vertrag unterzeichnet: „Wir freuen uns sehr, dass wir nun eine langfristige Vereinbarung mit den Kostenträgern treffen konnten“, sagt Torben Jürgensen, Geschäftsführer der DIAKO Nordfriesland. „Der Vertrag über zehn Jahre schafft für uns vor allem Perspektive und Planungssicherheit. Gleichzeitig ist er ein starkes Signal für die psychiatrische Versorgung in Nordfriesland und die Anerkennung einer Versorgungsform, die sich seit vielen Jahren sehr bewährt hat.“


Das Regionale Psychiatriebudget (RPB) ermöglicht der DIAKO Nordfriesland seit 2009, die Behandlung stärker am individuellen Bedarf der Patientinnen und Patienten auszurichten. Anders als in klassischen Finanzierungssystemen steht für die psychiatrische Versorgung einer Region ein festes Budget zur Verfügung. Dadurch können stationäre, tagesklinische, ambulante und aufsuchende Angebote flexibel miteinander kombiniert werden. Es ist bundesweit eine Besonderheit und findet bisher nur in 19 Landkreisen Anwendung, fünf davon in Schleswig-Holstein, das Vorreiter in dieser Entwicklung ist.


Für Dr. Güde Nickelsen, Chefärztin der Psychiatrischen Fachklinik in Breklum-Riddorf, liegt genau darin eine der großen Stärken des Budgets: „Psychisch erkrankte Menschen brauchen nicht immer eine stationäre Behandlung. Entscheidend ist, dass sie möglichst frühzeitig und unkompliziert genau die Unterstützung erhalten, die sie in ihrer jeweiligen Situation benötigen. Das Regionale Psychiatriebudget gibt uns die Möglichkeit, Behandlung niedrigschwellig und nah am Lebensumfeld der Menschen anzubieten.“


Im Rahmen des neuen Vertrages wird nun die aufsuchende psychiatrische Versorgung weiter ausgebaut. Mit „RIMO“, dem Riddorfer Modell, unterstützt ein erfahrenes, psychiatrisch qualifiziertes Pflegeteam Patientinnen und Patienten vor und nach einem stationären Aufenthalt auch in ihrem persönlichen Lebensumfeld. Ziel ist es, durch niedrigschwellige und bedarfsgerechte Unterstützung Krisen frühzeitig aufzufangen, die Stabilität nach einer Entlassung zu fördern und vermeidbare Wiederaufnahmen zu reduzieren.


In Nordfriesland arbeitet die DIAKO bereits seit vielen Jahren mit dem Regionalen Psychiatriebudget. In dieser Zeit wurden die psychiatrischen Angebote kontinuierlich weiterentwickelt. Dazu gehören neben der stationären Versorgung insbesondere tagesklinische und ambulante Behandlungsformen sowie Hilfen, die Patientinnen und Patienten in ihrem persönlichen Lebensumfeld erreichen und stabilisieren.



Quelle: Pressemitteilung Krankenhaus


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