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Schallenergie gegen Hirntumoren

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[Mitglieder-Bericht 041/2026, Kiel, Montag, 16.03.2026]


Prof. Dr. Dr. Janka Held-Feindt, Klinik für Neurochirurgie, Campus Kiel (Bild: UKSH)
Prof. Dr. Dr. Janka Held-Feindt, Klinik für Neurochirurgie, Campus Kiel (Bild: UKSH)

Deutsche Krebshilfe fördert Forschungsprojekt zu mechanisch fokussiertem Ultraschall


Fokussierter Ultraschall ist ein vielversprechendes Verfahren zur Behandlung bösartiger Hirntumoren. Ein Forschungsprojekt von Prof. Dr. Dr. Janka Held-Feindt, Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, zielt darauf ab, die Wirkung des Verfahrens auf Tumorzellen besser zu verstehen und eine Grundlage für die effiziente Umsetzung in die klinische Anwendung zu schaffen. Das Projekt wird von der Deutschen Krebshilfe über drei Jahre mit 249.525 Euro gefördert.


Ultraschallenergie, die präzise auf einen bestimmten Bereich konzentriert wird, kann krankes Gewebe im Körper durch Hitze oder mechanische Kräfte gezielt zerstören – ohne Operation. Beim Verfahren des mechanischen fokussierten Ultraschalls (mFUS) löst Schallenergie das Wachstum, die Schwingung und das plötzliche Zerplatzen von Mikrobläschen aus, was zur Zerstörung des Gewebes führt. mFUS gilt als eine wichtige zukünftige Therapieoption zur Behandlung bösartiger Hirntumoren. Da diese Technologie jedoch noch vergleichsweise neu ist, ist die Wirkung von mFUS auf überlebende oder am Rand des behandelten Bereiches gelegene Tumorzellen bisher nahezu unbekannt.


Dies gilt auch für das Glioblastom, einer der aggressivsten Hirntumoren mit schnellem Wachstum und großer Anpassungsfähigkeit an Umgebungsbedingungen und Therapien. Diese Eigenschaften erschweren die Behandlung und führen zu einer schlechten Prognose der betroffenen Patientinnen und Patienten. Das Wiederauftreten dieser Tumoren wird in den meisten Fällen durch überlebende Krebszellen ausgelöst. Diese befinden sich zum Beispiel in einer Art „Schlafzustand“ und können so Therapien entgehen.


Wir haben ein ausgeklügeltes mFUS-System entwickelt, das es uns ermöglicht, an Glioblastom-Materialien die Auswirkungen von mFUS auf Tumorzellen mithilfe zell- und molekularbiologischer sowie proteinbiochemischer Methoden zu untersuchen“, sagt Prof. Held-Feindt, die das molekularbiologische Labor der Klinik leitet und APL-Professorin an der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist.


Die Klinik für Neurochirurgie (Direktor: Prof. Dr. Michael Synowitz) kooperiert im Rahmen des Projektes mit dem Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH), einem Zusammenschluss aller onkologisch tätigen Einrichtungen des UKSH und der Universitäten in Kiel und Lübeck.


Pressekontakt:

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

Klinik für Neurochirurgie

Prof. Dr. Dr. Janka Held-Feindt


Quelle: Pressemitteilung Krankenhaus


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