Klinik Niebüll: Funktionsanbau eingeweiht
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[Mitglieder-Bericht 043/2026, Niebüll, Donnerstag, 19.03.2026]

Das „mäßig gute“ Wetter tat der Stimmung keinen Abbruch: Am Freitag, 13.03.2026, wurde der neue Funktionsanbau der Klinik Niebüll seiner Bestimmung übergeben. Er umfasst zwei OP-Säle und Räume für einen neuen Magnetresonanztomographen – kurz MRT. Als der Geschäftsführer des Klinikums Nordfriesland, Stephan W. Unger, in seiner Begrüßung vom „aktuell neuesten OP in Schleswig-Holstein“ sprach, brandete Applaus auf.
Alle Festredner hoben an diesem denkwürdigen Tag die große Bedeutung dieser Klinikerweiterung für die Menschen in Südtondern hervor. Sowohl der Landrat Florian Lorenzen als auch der stellvertretende Amtsdirektor Bernhard Rensink warfen einen kurzen Blick zurück: Noch vor 10 Jahren standen an den Straßen in der Region viele rote Andreaskreuze. Sie symbolisierten den Willen der Bevölkerung, für den Erhalt der Klinik Niebüll einzutreten. Im Jahr 2017 stimmte im Rahmen eines Bürgerentscheides eine sehr große Mehrheit der Wahlberechtigten für die Weiterentwicklung der drei Klinikstandorte Husum, Niebüll sowie Föhr und dem Regionalen Gesundheitszentrum Tönning in Nordfriesland.
Rund 10 Jahre später wurde nun der Funktionsanbau der Klinik Niebüll übergeben. Alle Redner waren sich einig darin, dass er die Zukunft des Standortes Niebüll im Klinikum Nordfriesland langfristig sichert.
Thomas Uerschels, Bürgermeister der Stadt Niebüll und zugleich Vorsitzender des Fördervereins hob ein weiteres Highlight des Bürger-Engagements in Südtondern hervor: Der neue MRT wurde aus Spenden finanziert! Bürger, Gemeinden sowie Wind- und Solarparkbetreiber trugen gemeinsam einen Spendenbetrag in Höhe von knapp 1,1 Millionen Euro zusammen und ermöglichten somit den Kauf des nun funktionsbereiten MRT.
Ebenso ging ein besonderer Dank an das Land Schleswig-Holstein, das die Baumaßnahme – bei einem Gesamtvolumen von 15,5 Millionen Euro – mit 8,4 Millionen Euro unterstützt und damit erst ermöglicht hat. Geschäftsführer Unger dankte dem Kreis Nordfriesland für die Finanzierung des verbleibenden Differenzbetrages und damit für die erneute umfangreiche Rückendeckung für „sein“ Klinikum.
Dies griff Landrat Lorenzen, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikgesellschaft ist, auf. Mit Blick zu Manfred Uekermann, Mitglied des Landtages, warf er die Frage auf, ob das Land nicht doch noch eine höhere Förderung ermöglichen könne. Ebenso machte Florian Lorenzen deutlich, dass der Kreis Nordfriesland sein Klinikum seit 2019 mit insgesamt 71,3 Millionen Euro finanziell unterstützt habe – und das, obwohl die gesetzlich festgelegte Finanzierung der Krankenhäuser eigentlich andere Geldgeber festlegt.
Ein großer Dank ging zudem an alle am Bau beteiligten Personen. Nach dem „offiziellen Teil“ der Veranstaltung hatten die Gäste die Möglichkeit, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen und sich von dem gelungenen Anbau zu überzeugen.
Quelle: Pressemitteilung Krankenhaus



