Innovative Behandlung bei Herzschwäche
[Mitglieder-Bericht 115/2026, Lübeck, Mittwoch, 09.09.2026]

ELEVATE-Studie startet - Klinik für Rhythmologie, Campus Lübeck, ist erstes Studienzentrum in Deutschland
Neue Hoffnung für Menschen mit Herzschwäche: Die internationale ELEVATE-Studie untersucht, ob ein individuell angepasster Herzschrittmacher Beschwerden lindern und die Lebensqualität der Betroffenen erhöhen kann. Die Klinik für Rhythmologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, beteiligt sich als eines von 50 Zentren weltweit und erstes in Deutschland an der Studie. „Wir können so unseren Patientinnen und Patienten frühzeitig Zugang zu einem vielversprechenden neuen Therapieansatz eröffnen“, sagt Klinikdirektor Prof. Roland Tilz.
Für Menschen mit einer „Herzinsuffizienz bei erhaltener Pumpfunktion“ (Heart Failure with Preserved Ejection Fraction, kurz HFpEF) sind viele Alltagstätigkeiten belastend. Die Betroffenen sind schnell erschöpft oder geraten in Atemnot. Ihr Herz pumpt zwar kräftig genug, ist aber zu steif, um sich vor dem nächsten Schlag ausreichend mit Blut zu füllen.
Ein individuell programmierter Herzschrittmacher könnte den Herzschlag so unterstützen, dass mehr Blut durch den Körper transportiert wird. Vor Kurzem fand am Campus Lübeck die erste Implantation im Rahmen der ELEVATE-Studie statt. Die Studie wird voraussichtlich 2029 abgeschlossen.
Moderate, individuell angepasste Herzfrequenz
Herzschrittmacher wurden bislang nicht zur Behandlung von HFpEF eingesetzt. In der ELEVATE-Studie wird nun jedoch untersucht, ob eine moderate, individuell angepasste Herzfrequenz für bestimmte Herz-Patientinnen und Patienten günstig sein könnte.
HFpEF liegt in jedem zweiten Fall vor, wenn ein Herz nicht so effizient arbeitet, wie es sollte. Trotz großer Fortschritte in der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Therapiemöglichkeiten für diese Form der Herzschwäche bisher begrenzt.
Pressekontakt
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
Klinik für Rhythmologie
Prof. Roland Richard Tilz
Tel.: 0451 500-44533
Email: roland.tilz@uksh.de
Quelle: Pressemitteilung Krankenhaus



