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Prof. Dr. Stefan Müller-Hülsbeck übernimmt Präsidentschaft der weltweit größten Fachgesellschaft für interventionelle Radiologie

vor 6 Stunden
2 Min. Lesezeit

[Mitglieder-Bericht 127/2026, Flensburg/Kopenhagen, Donnerstag, 08.10.2026]


Prof. Dr. med. Stefan Müller-Hülsbeck übernimmt CIRSE-Präsidentschaft (Bild: CIRSE)
Prof. Dr. med. Stefan Müller-Hülsbeck übernimmt CIRSE-Präsidentschaft (Bild: CIRSE)

Flensburger Chefarzt will europaweit einheitliche Standards für die Ausbildung interventioneller Radiologinnen und Radiologen etablieren


Prof. Dr. med. Stefan Müller-Hülsbeck, Chefarzt der Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie und Neuroradiologie am Malteser Fördeklinikum St. Katharina in Flensburg, übernimmt für die Amtszeit von 2026 bis 2028 die Präsidentschaft der Cardiovascular and Interventional Radiological Society of Europe (CIRSE). Die Fachgesellschaft ist mit mehreren tausend Mitgliedern weltweit die größte wissenschaftliche Organisation der interventionellen Radiologie. Die Präsidentschaft unterstreicht die hohe internationale Anerkennung, die er und sein Team weit über die Region hinaus genießen.


In seiner neuen Funktion möchte Müller-Hülsbeck die Weiterentwicklung der interventionellen Radiologie als eigenständiges klinisches Therapiefeld vorantreiben. Im Mittelpunkt seiner Präsidentschaft steht die Einführung einer europaweit einheitlichen Subspezialisierung für interventionelle Radiologinnen und Radiologen.


„Die interventionelle Radiologie ist heute weit mehr als ein technisches Verfahren innerhalb der Radiologie. Sie ist ein eigenständiges klinisches Therapiefeld mit hochspezialisierten Verfahren zur Behandlung von Gefäß-, Tumor- und anderen Erkrankungen. Deshalb brauchen wir auch eine europaweit vergleichbare Ausbildung und Anerkennung unserer Kompetenzen“, sagt Müller-Hülsbeck.


Mit dem European Board of Interventional Radiology (EBIR) verfügt die CIRSE bereits über eine etablierte europäische Kompetenzprüfung. Ergänzt wird diese durch spezielle Qualifikationen für endovaskuläre Therapien und interventionelle Onkologie. Diese bestehenden Bausteine sollen künftig in ein gemeinsames europäisches Weiterbildungskonzept überführt werden. „Es geht nicht um ein weiteres Zertifikat, sondern um eine strukturierte europäische Subspezialisierung mit klar definierten Kompetenzen, praktischer Erfahrung, standardisierten Prüfungen und kontinuierlicher Qualitätssicherung“, erläutert Müller-Hülsbeck. „Jeder interventionelle Radiologe sollte unabhängig vom Ausbildungsland nachweisen können, dass er über dieselben grundlegenden klinischen und technischen Fähigkeiten verfügt.“ Einheitliche Standards würden nach seiner Überzeugung nicht nur die Qualität der Patientenversorgung stärken, sondern auch die europaweite Anerkennung von Qualifikationen und die Mobilität von Fachärztinnen und Fachärzten fördern.


Das Vorhaben knüpft an die drei strategischen Schwerpunkte der CIRSE an: die Weiterentwicklung klinischer Versorgungsangebote, innovative Therapieverfahren sowie Ausbildung und Exzellenz. „Training and Excellence ist das Fundament unseres Fachs. Nur wenn wir hervorragend ausgebildete Interventionistinnen und Interventionisten haben, können wir neue Therapien sicher anbieten und die interventionelle Radiologie als klinische Disziplin weiterentwickeln“, betont Müller-Hülsbeck.


Den Weg zu einer europaweit anerkannten Subspezialisierung möchte der Flensburger Chefarzt gemeinsam mit nationalen Fachgesellschaften, Ausbildungszentren und europäischen Institutionen gestalten. „Europa hat die Chance, bei der Subspezialisierung der interventionellen Radiologie eine Vorreiterrolle einzunehmen. Diese Chance sollten wir nutzen. Für unser Fachgebiet und vor allem für die Patientinnen und Patienten, die von einer hochwertigen und sicheren Versorgung profitieren“, sagt Müller-Hülsbeck.


Hintergrund


Die Cardiovascular and Interventional Radiological Society of Europe (CIRSE) ist die weltweit größte Fachgesellschaft für interventionelle Radiologie. Sie engagiert sich für Forschung, Aus- und Weiterbildung sowie die Weiterentwicklung minimalinvasiver Therapieverfahren und vertritt Expertinnen und Experten aus zahlreichen Ländern Europas und darüber hinaus.


Quelle: Pressemitteilung Krankenhaus


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