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Gegen den Trend: Krankenhaus Geesthacht wächst und eröffnet vierte Station für Altersmedizin

vor 3 Stunden
3 Min. Lesezeit

[Mitglieder-Bericht 140/2026, Geesthacht, Mittwoch, 04.11.2026]


Prof. Dr. Timm (r.) zeigt die Zahlen beim Halbjahresfazit mit Capt. Thomas Pötzsch (l.) (Bild: Krankenhaus Geesthacht)
 Prof. Dr. Timm (r.) zeigt die Zahlen beim Halbjahresfazit mit Capt. Thomas Pötzsch (l.) (Bild: Krankenhaus Geesthacht)

Neues Zentrum für ambulante Operationen, zusätzliche Wahlleistungszimmer und besseres Essen ab Januar


Während viele kleinere Krankenhäuser unter Druck stehen, wächst das Krankenhaus Geesthacht. Im November eröffnet das Haus die vierte Station für Altersmedizin. Bis Ende September wurden dort bereits so viele Patientinnen und Patienten behandelt wie im gesamten Jahr 2025, im Schnitt sind mehr als 80 Betten belegt. Ein halbes Jahr nach seiner Neuausrichtung zogen Geschäftsführung und Gesellschafter heute in Geesthacht Bilanz. Zuvor ordnete ein Fachpanel mit dem Gesundheitsunternehmer Prof. Heinz Lohmann die Entwicklung im Licht der Krankenhausreform ein.


Gefragt in der Region und Entlastung für die Nachbarkliniken


Seit April konzentriert sich das Haus auf Altersmedizin (Geriatrie), seelische Gesundheit (Psychiatrie) und Innere Medizin. Die internistische Aufnahme ist rund um die Uhr geöffnet, etwa 30 Patientinnen und Patienten kommen dort jede Woche ins Haus. Zugleich übernimmt das Krankenhaus Patientinnen und Patienten aus anderen Kliniken zur Weiterbehandlung, wenn deren Akutversorgung abgeschlossen ist.


„Die Menschen in der Region werden älter, und der Bedarf an Altersmedizin wächst. Genau hier sichern wir die Versorgung vor Ort“, sagt Geschäftsführer Prof. Dr. Lars Timm. „Mit unserer Aufnahme und als Partner für die Weiterbehandlung entlasten wir die Notaufnahmen und die Betten der umliegenden Kliniken. So ergänzen wir das System, statt mit anderen zu konkurrieren.“


Spezialisiert und vorbereitet


„Dass wir schon im September so viele Menschen behandelt haben wie im ganzen Vorjahr, zeigt, wie groß der Bedarf ist. Unsere Region wird älter, und die Altersmedizin wird zur Grundversorgung. Darauf haben wir uns eingestellt, mit Teams, die genau dafür ausgebildet sind“, sagt Dr. Martin Willkomm, Ärztlicher Direktor und Chefarzt für Geriatrie und Innere Medizin.


„Die vierte Station ist daher die Antwort auf die Frage: Wo werden ältere Menschen aus unserer Region behandelt, wenn sie krank werden? Unser Ziel ist, dass sie danach wieder selbstständig zu Hause leben können. Dafür arbeiten Ärzte, Pflege und Therapie vom ersten Tag an zusammen. Weil wir genau das jeden Tag tun, gelingt es uns schneller und besser.“


Nächste Schritte und Vitalcampusnetzwerk


Die ersten Gewinne fließen direkt zurück ins Haus. Ab November entsteht gemeinsam mit der Praxis OrthoVital – Soumma ein Zentrum für ambulante Operationen. Zusätzliche Wahlleistungszimmer erweitern das Angebot für Patientinnen und Patienten. Ab Januar stellt die Servicegesellschaft Vitalcampus Service GmbH die Speisenversorgung um, mit dem Ziel einer höheren Qualität. Geplant sind außerdem eine Tagesklinik für Altersmedizin, ambulante geriatrische Rehabilitation und eine psychiatrische Tagesklinik in Ratzeburg.


Wie eng die Partner auf dem Vitalcampus für die bestmögliche Versorgung der Menschen aus der Region zusammenarbeiten, zeigen auch bestehende Kooperationen – so insbesondere mit der Dialysepraxis Geesthacht. Ältere Patientinnen und Patienten, die auf eine Dialyse angewiesen sind, werden im Krankenhaus geriatrisch behandelt und setzen ihre Dialyse auf derselben Etage fort. Dieses Angebot unter einem Dach ist ein Standortvorteil weit über Geesthacht hinaus.


„Spezialisierung und Vernetzung machen ein Haus effizient und Effizienz schafft den Spielraum für bessere Versorgung“, sagt Capt. Thomas Pötzsch, Gesellschafter und Geschäftsführer. „Was das Haus erwirtschaftet, fließt zurück in bessere Versorgung. Wir wollen hier die Versorgung gestalten, die diese Region auch in zehn Jahren braucht.“


Mut zur Reform


„Die Krankenhausreform ist keine Bedrohung, sondern die Chance, Versorgung neu zu denken. Man muss sie nur mutig angehen“, sagt Prof. Heinz Lohmann. „Geesthacht hat nicht abgewartet, sondern gehandelt: spezialisiert, vernetzt und mit klarem Blick auf den Bedarf der Region. Diesen Mut braucht jetzt auch die Umsetzung der Reform. Strukturen, die sich im Alltag bewähren, sollten wir stärken, statt sie in starre Raster zu pressen. Wer vorangeht, darf nicht ausgebremst werden.“


Neben den Stationen in Geesthacht verantwortet das Krankenhaus im Regionalbudget die psychiatrische Versorgung für rund 205.000 Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg, mit Tageskliniken in Geesthacht, Mölln, Schwarzenbek und Lauenburg.



Pressekontakt:


Pressestelle CTP BiZ GmbH

Maximilian Schwärecke

Mobil: 0176 427 95 312


Quelle: Pressemitteilung Krankenhaus


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