Angehörigenfreundliche Intensivstation: Zertifizierungen am UKSH
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[Mitglieder-Bericht 047/2026, Kiel/Lübeck, Mittwoch, 26.03.2026]

Angebote für Bezugspersonen und Familien von Intensivpatientinnen und -patienten
Intensivstationen des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel und Lübeck wurden mit dem Zertifikat „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF) ausgezeichnet. Die DGF bescheinigt so den Pflegeteams, wissenschaftliche Erkenntnisse zur Rolle der Angehörigen für Intensivpatientinnen und -patienten in die Praxis umzusetzen. Kriterien der Zertifizierung sind offene Besuchszeiten, eigene Warteräume für Angehörige, Unterstützungsangebote und die bewusste Einbindung in den Versorgungsprozess – viele verschiedene Maßnahmen, die Angehörigen das Gefühl geben, willkommen zu sein. Das schließt auch die Besuche von Kindern ein, die altersgerechte Flyer oder Malbücher erhalten und eng begleitet werden.
Am Campus Kiel wurden aktuell sechs Stationen der Kliniken für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Herzchirurgie, Angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie sowie für Neonatologie, Kinderpneumologie und Neuropädiatrie zertifiziert. Am Campus Lübeck erhielt bereits Anfang des Jahres das Team der A.311/A312 der Interdisziplinären Konservativen Intensivmedizin die Auszeichnung. Weitere Stationen stehen kurz vor der Zertifizierung.

„Angehörige und andere Bezugspersonen bedürfen der Fürsorge, brauchen verständliche Informationen und Hilfen, um die Krise gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten bewältigen zu können. Wenn sich diese Bezugspersonen willkommen fühlen, können sie besser mit der Situation klarkommen, die Erkrankten unterstützen und mit uns zusammenarbeiten“, sagt der Pflegewissenschaftler und Krankenpfleger PD Dr. Peter Nydahl vom Campus Kiel. Auch die Patientinnen und Patienten profitieren: Eine familienzentrierte Versorgung trägt zur Genesung bei und mindert das Risiko für Delir, einer Verwirrtheit, die oft bei schweren Erkrankungen oder nach OPs auftritt.
„Die Zertifizierung macht sichtbar, was unsere tägliche Arbeit auszeichnet: eine Intensivpflege, die Nähe zulässt, Orientierung gibt und Menschen in einer Ausnahmesituation auffängt“, sagt Sverrir Möller, stellvertretende pflegerische Teamleitung der A.311/A.312 am Campus Lübeck.
Vorgesehen ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess: Die Zertifizierung ist zwei Jahre gültig. Damit die Stationen anschließend rezertifiziert werden, müssen weitere Angebote für Bezugspersonen und Familien entwickelt werden.
Pressekontakt:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel
Pflegeforschung
PD Dr. Peter Nydahl
Tel.: 0431 500-13812
Email: peter.nydahl@uksh.de
Campus Lübeck
Interdisziplinäre konservative Intensivstation
Ella Peschel
Sidney Kunst
Quelle: Pressemitteilung Krankenhaus



