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Roboterchirurgie: Die Zukunft hat begonnen

[Mitglieder-Bericht 046/2023 - Itzehoe, 9. Oktober 2023]

 

Der OP-Roboter bei einer OP im Klinikum Itzehoe (Bild: Klinikum Itzehoe)
Der OP-Roboter bei einer OP im Klinikum Itzehoe (Bild: Klinikum Itzehoe)


Seit gut einem Monat ist der neue OP-Roboter DaVinci am Klinikum Itzehoe im Realeinsatz. Rund zwei Millionen Euro hat das Klinikum für die Anschaffung des neuen Geräts investiert. Zuvor war das Personal an dem Gerät aus- und weitergebildet worden.


Chefarzt Prof. Dr. Michael Neipp gerät regelrecht ins Schwärmen. Seit gut einem Monat operiert der Chirurg einen Teil seiner Patientinnen und Patienten mit dem OP-Roboter DaVinci und ist begeistert.


„Es macht richtig viel Spaß, mit dem Gerät zu arbeiten und die OP-Ergebnisse sind sehr gut. Die Patientinnen und Patienten haben einen guten Verlauf genommen“, bilanziert der Chefarzt für Allgemein, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Klinikum Itzehoe.


Im Juni dieses Jahres war der Roboter der US-Firma Intuitive Surgical geliefert und zunächst für Trockenübungen in einem alten OP aufgebaut worden.


„Dass wir nicht gleich im OP gestartet sind, sondern zunächst langsam das OP-Team an die neue Technik herangeführt haben, hat sich ausgezahlt. Die Hemmschwelle mit dem Gerät zu arbeiten, wurde gesenkt und das Feedback aus dem Team ist durchweg positiv“, erzählt Prof. Neipp.


Er lobt in diesem Zusammenhang besonders Viola Hill stellvertretend für das gesamte Team der OP-Pflege, die als Koordinatorin ihre Kolleginnen und Kollegen gut mitgenommen und eingewiesen hat.


Bei den ersten Eingriffen waren zudem auch noch Experten der Herstellerfirma mit im OP. Das ist mittlerweile nicht mehr notwendig. Alle Handgriffe sitzen. Auch die aufwändigeren Rüstzeiten sind keine Hürden mehr. Binnen weniger Minuten steht der Roboter für seinen Einsatz am Patienten bereit.


Prof. Neipp nennt zwei Punkte, bei denen der Roboter im Vergleich zur herkömmlichen minimalinvasiven Chirurgie, wesentliche Vorteile für den Operateur und damit auch für den Patienten mit sich bringt.


„Das Bild der Kamera ist extrem scharf und vollkommen wackelfrei. Zum anderen können wir die Instrumente im Bauchraum in alle Richtungen drehen und damit viel einfacher Gewebestrukturen freilegen“, erzählt der erfahrene Chirurg.


Die Bandbreite der bereits erfolgte Eingriffe ist weit gefächert. Von mehrstündigen komplexen Darmkrebs-Operationen bis hin zu vergleichsweise simpleren Leistenbruch-OPs war zunächst alles dabei. In Zukunft soll der Roboter aber in erster Linie für die komplexen und langen Operationen genutzt werden.



Prof. Dr. Michael Neipp (Bild: Klinikum Itzehoe)
Prof. Dr. Michael Neipp (Bild: Klinikum Itzehoe)


„Wir werden ihn vor allem in der Darmkrebschirurgie einsetzen“, kündigt der Chirurgie-Chefarzt an.


Die Allgemein- und Viszeralchirurgen waren jetzt die ersten Experten im Klinikum, die den zwei Millionen Euro teuren Roboter in der Praxis einsetzen konnten. Seit Ende September operieren auch die Urologen mit dem Gerät. In der Gynäkologie ist der Praxiseinsatz ab Ende Oktober, Anfang November geplant.


„Die robotergestützte Chirurgie ist die logische Weiterentwicklung der laparoskopischen Chirurgie und wird dank des Einsatzes von KI die Behandlung in Zukunft noch besser machen“, ist Prof. Neipp überzeugt.


An diesem Mittwoch, 11. Oktober, stellt Prof. Neipp die Roboterchirurgie im Rahmen einer Patientenveranstaltung vor. Beginn ist um 18.30 Uhr in der Akademie des Klinikums in Itzehoe.


Um eine Anmeldung unter 04821 772-3113 oder marketing@kh-itzehoe.de wird gebeten.


Quelle: Pressemitteilung Krankenhaus




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