LAG-eQSH stellt sich vor

[Bad Segeberg, Donnerstag 22.10.2020]



Die Landesarbeitsgemeinschaft für einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung in Schleswig-Holstein (LAG-eQSH) wurde 2018 von den schleswig-holsteinischen Partnern der Selbstverwaltung sowie den Kassen und Kassenverbänden des Landes gegründet. Grundlage ist der Vertrag über die Umsetzung der Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) in Schleswig-Holstein gemäß Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 i. V. m. § 136 Abs. 1 Nr. 1 SGB V.



Die Qualitätssicherung im Gesundheitswesen war lange getrennt in die Bereiche „ambulant“ und „stationär“. Mit der Einführung der Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) wurde jedoch eine Struktur geschaffen, auf deren Grundlage die Qualitätssicherung für beide Bereiche wenn möglich zusammengeführt und vereinheitlicht werden und sektoren- und einrichtungsübergreifend erfolgen soll. Mit dem damit verbundenen und vom G-BA beschlossenen Übergang der QSKH- in die DeQS-Richtlinie erfolgt nun sukzessive der Übergang der Zuständigkeit von der Projektgeschäftsstelle Qualitätssicherung (ProQS) und der Ärztliche Qualitätsstelle (ÄQS) auf die Landesarbeitsgemeinschaft für einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung in Schleswig-Holstein (LAG-eQSH). Zum Übergang der QSKH-Richtlinie wird es in Kürze gesonderte Informationen geben.


Die LAG-eQSH ist damit Dreh- und Angelpunkt für die einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung in Schleswig-Holstein. Sie ist auf der einen Seite Ansprechpartner der Leistungserbringer bei inhaltlichen Fragen zu den verschiedenen Verfahren, auf der anderen Seite berichtet die Geschäftsstelle der LAG-eQSH an die Organe der Selbstverwaltung und an das vom G-BA auf Bundesebene mit der Qualitätssicherung beauftrage Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG). Weitere wichtige Aufgaben sind die Betreuung der Stellungnahmeverfahren und die Zusammenarbeit mit den Fachkommissionen. Die Geschäftsstelle wird geleitet von Dr. Ulla Krause.



Dr. PH Ulla Krause

Eine hohe Qualität - unabhängig vom Versorgungssektor und von der Art der Behandlung - ist ein zentrales Ziel der Gesundheitsversorgung. Die Qualität der Versorgung in Schleswig-Holstein ist auch jetzt schon hoch. Die LAG-eQSH möchte gemeinsam mit den Experten der jeweiligen Fachkommissionen die Leistungserbringer im Land bei ihrer Arbeit unterstützen oder wo nötig fördern. Ziel ist es, mit guter Kommunikation und Zusammenarbeit auf allen Ebenen gemeinsam mögliche Qualitätsdefizite zu identifizieren und ohne erhobenen Zeigefinger einen Weg für die Lösung des Qualitätsproblems zu finden.


In diesem Jahr wird die LAG-eQSH erstmals Stellungnahmeverfahren nach DeQS-RL durchführen – Pandemie bedingt später als ursprünglich vorgesehen. Die vom Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) berechneten Ergebnisse des QS-Verfahrens „Perkutane Koronarinterventionen und Koronarangiographien (PCI)“ sowie des QS-Verfahrens „Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (WI)“ für das Erfassungsjahr 2019 liegen vor und die entsprechenden Berichte wurden den Leistungserbringern im Juli 2020 über die Datenannahmestellen zur Verfügung gestellt. Sollten rechnerische Auffälligkeiten bei Leistungserbringern vorliegen, so werden diese in Kürze von der Geschäftsstelle der LAG-eQSH schriftlich informiert. Zum Gesamtergebnis der Versorgungsqualität in beiden QS-Verfahren wird nach Abschluss der Stellungnahmeverfahren voraussichtlich in Q2 2021 informiert.


Weitere Informationen sowie Kontaktdaten der LAG-eQSH finden Sie unter:


https://www.kgsh.online/qs-netzwerk .



Quelle: LAG-eQSH


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