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Kompetenzzentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie am Campus Lübeck zertifiziert

[Mitglieder-Bericht 030/2024 Lübeck, 15. Mai 2024]

 

Das interdisziplinäre Team des Adipositaszentrums mit dem Zertifikat der Fachgesellschaft (Bild: UKSH)
Das interdisziplinäre Team des Adipositaszentrums mit dem Zertifikat der Fachgesellschaft (Bild: UKSH)


Die Die Klinik für Chirurgie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, wurde erstmalig von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) als Kompetenzzentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie zertifiziert. Besonders gelobt wurde im Auditbericht unter anderem das vorbildliche Qualitätsniveau und der intensive interdisziplinäre Austausch im Zentrum. „Wir freuen uns sehr über das Zertifikat der Fachgesellschaft. Es unterstreicht unsere Expertise und unser Engagement für die ganzheitliche Behandlung von Adipositas und metabolischen Erkrankungen", sagt Dr. Andrea Schenk, Leiterin des Bereichs.


Das Team des Adipositaszentrums begleitet Patientinnen und Patienten in fachübergreifender Zusammenarbeit über den gesamten Therapieverlauf. Zu den Behandlungsmöglichkeiten bei starkem Übergewicht gehören unter anderem Therapien, die auf eine Änderung des Lebensstils zielen, sowie medikamentöse und operative Verfahren. Im interdisziplinären Adipositasboard besprechen Expertinnen und Experten der Endokrinologie, Diabetologie, Psychologie, Ernährungsberatung und Chirurgie individuelle Fälle und legen Behandlungsstrategien für die Patientinnen und Patienten fest. Teil des Zentrums ist auch die Adipositas-Tagesklinik, in der Betroffene jeweils sechs Monate lang an Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapien teilnehmen. Das Angebot richtet sich an Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) ab 40. Der BMI berechnet sich aus dem Verhältnis vom Körpergewicht zur Körpergröße (kg/m2).


In spezialisierten Sprechstunden werden Patientinnen und Patienten mit einer fortgeschrittenen Adipositas-Erkrankung außerdem umfassend zu den chirurgischen Möglichkeiten wie zum Beispiel einer Magenverkleinerung beraten, die laparoskopisch oder roboterassistiert durchgeführt werden. Studien zeigen, dass diese Eingriffe in der Regel eine geringe Komplikationsrate aufweisen und ein nachhaltiges Abnehmen ermöglichen.


Die Adipositas-Selbsthilfegruppe bietet Raum für den Austausch zwischen Betroffenen und ist eine wichtige Unterstützung im Rahmen der Therapie.


Adipositas ist eine chronische Erkrankung, die weitreichende gesundheitliche Folgen mit sich bringt und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigt. In Deutschland weist jeder vierte Erwachsene einen Body-Mass-Index über 30 auf, ab dem - laut Definition der Weltgesundheitsorganisation - Adipositas vorliegt.


Das UKSH bietet auch am Campus Kiel ein Zentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie, das von der DGAV als Referenzzentrum zertifiziert ist.




Quelle: Pressemitteilung Krankenhaus




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