Klinik für Kardiologie und Angiologie ausgezeichnet

[Mitglieder-Bericht 031/2022 - Lübeck, 10. November 2022]

 


Geschäftsführer Dr. Christian Frank freut sich gemeinsam mit Chefarzt Prof. Dr. med. Joachim Weil und Dr. med. Udo Desch, ltd. Oberarzt, über die Erlangung des Zertifikats (v.l.n.r. - Bild: Sana Kliniken Lübeck)
Geschäftsführer Dr. Christian Frank freut sich gemeinsam mit Chefarzt Prof. Dr. med. Joachim Weil und Dr. med. Udo Desch, ltd. Oberarzt, über die Erlangung des Zertifikats (v.l.n.r. - Bild: Sana Kliniken Lübeck)

Die Medizinische Klinik II - Klinik für Kardiologie und Angiologie wurde im Oktober 2022 von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) als „Stätte der Zusatzqualifikation Interventionelle Kardiologie“ anerkannt und darf nun interventionelle Kardiologen nach den Kriterien der Fachgesellschaft ausbilden.


Als sogenannte interventionelle Kardiologie bezeichnet man minimal-invasive Kathetereingriffe am Herzen, die der Behandlung komplexer Herzerkrankungen dienen. Die koronare Herzerkrankung gehört laut Deutscher Herzstiftung neben dem Herzinfarkt zu den häufigsten Herzkrankheiten mit rund 6 Millionen Betroffenen in Deutschland. Besonders dramatisch ist, dass die koronare Herzerkrankung zu den zehn häufigsten Todesursachen bundesweit gehört.


Die verschiedenen minimal-invasiven Katheterverfahren am Herzen sind häufig ebenso komplex wie die Erkrankung an sich und erfordern von den behandelnden Medizinern neben einer hohen Expertise im kardiologischen Bereich auch die Erlangung spezialisierten Wissens in Materialauswahl und Techniken. Der Fortschritt ist dabei rasant und die von der kardiologischen Fachgesellschaft betreute Zusatzqualifikation „Interventionelle Kardiologie“ versucht, dem Rechnung zu tragen. Diese über die Facharztausbildung für Innere Medizin und Kardiologie hinausgehende Qualifikation kann in hierfür anerkannten Kliniken erworben werden und gibt den behandelnden Ärzte die Möglichkeit, Spezialtechniken zu erlernen.


Zu diesen ausgewiesenen Krankenhäusern gehören nun auch die Sana Kliniken Lübeck. Geschäftsführer Dr. Christian Frank freut sich sehr über diese Anerkennung: „Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team unserer Medizinischen Klinik II. Der Erhalt des an strikte Rahmenbedingungen geknüpften Zertifikates unterstreicht unsere Kompetenz sowie die Ausbildungsmöglichkeiten junger Kolleginnen und Kollegen in diesem Bereich.“


Voraussetzung für den Erhalt des Zertifikats sind vielfältige Anforderungen an die Ausbildungsleiter und an die Ausbildungsstätte. So müssen mindestens zwei in der Klinik beschäftigte kardiologische Fachärzte über mehr als zehn Jahre in verantwortungsvoller Position tätig sein, über eine hohe Expertise in komplexen Koronarinterventionen sowie selber über die Zusatzqualifikation „Interventioneller Kardiologe“ verfügen. Weitere Voraussetzungen sind an die „Stätte“ geknüpft, die Ausrüstung, Materialien und Geräte, sowie qualifiziertes Personal und strukturierte Abläufe benötigen. Beides ist nun für unseren Standort in Lübeck bestätigt worden. Chefarzt Prof. Dr. med. Joachim Weil und sein Vertreter, leitender Oberarzt Dr. med. Udo Desch erfüllen diese Kriterien und dürfen künftig mit ihrem Team „interventionelle Kardiologen“ ausbilden.


Der ltd. Oberarzt Dr. Desch freut sich sehr: „Wir sind sehr froh über die Möglichkeit, nun im Rahmen eines von der DGK in einem Curriculum festgelegten Prozesses, selbst junge Facharztkolleginnen und -kollegen über eine Dauer von zwei Jahren in Theorie und Praxis befähigen zu dürfen, komplexe Koronarinterventionen durchführen zu dürfen. Im Rahmen der eng von uns begleiteten Fortbildung – vorwiegend natürlich in unserem Herzkatheterlabor – setzen wir viel Herzblut daran, soviel Expertenwissen wie nur irgend möglich an interessierte Mediziner:innen weiterzugeben.“, so Dr. Desch.


„Nachwuchsförderung ist mir und meinem gesamten Team eine Herzensangelegenheit. Umso mehr spornt uns das Zertifikat an, unser Engagement in der Befähigung junger Kolleginnen und Kollegen über Ihre Facharztausbildung hinaus auszubauen und diese im Rahmen einer engmaschig begleiteten Ausbildung an das hochkomplexe Feld der interventionellen Kardiologie heranzuführen. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Kolleginnen und Kollegen der Klinik für Kardiologie und Angiologie – ohne sie alle, wäre die Erlangung des Zertifikats nicht möglich gewesen,“ berichtet Chefarzt Prof. Weil.


Das Zertifikat als anerkannte „Stätte der Zusatzqualifikation für Interventionelle Kardiologie“ ist bis zum Jahr 2029 gültig.



Quelle: Pressemitteilung Krankenhaus