Allianz für Krankenhäuser in Schleswig-Holstein begrüßt "PPR 2.0"

[KGSH-Pressemitteilung 001/2020 - Kiel, 14.01.2020]




- Zeitgemäße Pflegepersonalbemessung im Krankenhaus ist dringend erforderlich -


Die Schleswig-Holsteinische Allianz für die Krankenhäuser begrüßt das heute in Berlin vorgestellte Instrument für die Pflegepersonalbemessung im Krankenhaus. Mit der neuen "Pflege-Personalregelung PPR 2.0" kann der notwendige Bedarf an Pflegepersonal in den Krankenhäusern zukünftig ermittelt werden, wie die in der Allianz zusammengeschlossenen Verbände heute in Kiel konstatiert haben.

Für die Allianz erklärt der Vorsitzende der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein, Landespastor Heiko Nass: "Es ist ein starkes Zeichen, dass sich die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Deutsche Pflegerat und die Gewerkschaft ver.di gemeinsam auf eine Alternative zu den seit dem vergangenen Jahr geltenden Pflegepersonal-Untergrenzen verständigt haben. Diesen Konsens von Klinikträgern, Pflegerat und Gewerkschaft greifen wir mit unserer Allianz in Schleswig-Holstein auf. Jetzt sind die Bundesregierung und Minister Spahn aufgerufen, die neue Pflegepersonalregelung gesetzlich zu verankern. Mit diesem ersten Schritt kann nachhaltig eine möglichst gute pflegerische Versorgung in den Kliniken sichergestellt werden, und nur so können ausreichend Pflegekräfte für die Krankenhäuser gewonnen werden. Ein notwendiges Maß an betrieblicher Flexilität ist ebenfalls gewährleistet. Zusätzliche Bürokratie in den Kliniken und Abrechnungsstreitigkeiten mit den Krankenkassen müssen dabei unbedingt vermieden werden."

Das Konzept ist eine Weiterentwicklung der früheren Pflege-Personalregelung aus dem Jahr 1990. Es ermittelt den Pflegepersonalbedarf eines Krankenhauses für die unmittelbare Patientenversorgung auf allen bettenführenden Stationen und definiert die notwendige Pflegepersonalausstattung für die Stationen des gesamten Krankenhauses. Das Instrument orientiert sich an den Standards einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung.

Das Aktionsbündnis

Die wirtschaftliche Situation von Krankenhäusern - und damit auch in Schleswig-Holstein - ist immer noch problematisch. Der Grund für diese Misere sind die zu niedrigen Vergütungen für Krankenhausleistungen. Sie decken in vielen Krankenhäusern nicht die Kosten, auch wenn diese wirtschaftlich arbeiten. Auf die Folgen dieser in den Achtziger Jahren begonnenen Entwicklung auf Patienten und Beschäftige der Kliniken hat die Schleswig-Holsteinische Allianz für die Krankenhäuser seit ihrer Gründung im Frühjahr 2013 wiederholt hingewiesen.

In der Allianz haben sich mittlerweile 25 Verbände zusammengeschlossen. Neben den kommunalen, privaten und freigemeinnützigen Krankenhausträgern beteiligen sich weitere wichtige Organisationen an dem Aktionsbündnis. Die Bandbreite reicht dabei von kommunalen Organisationen über Arbeitnehmervertretungen, Arbeitgeberverbände, Pflege- und Ärztevertretungen, Sozialverbände bis hin zu den Gewerkschaften.

Das Ziel der Allianz ist, die Situation der Krankenhäuser und ihrer Beschäftigten in Schleswig-Holstein zu verbessern, damit die Patientinnen und Patienten weiterhin optimal versorgt werden können.



Ulrike Petersen

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